Summit 2017

Vom Wunsch zur Wirklichkeit – Leading the transformation

Wie verbindet man zwei räumlich nahegelegene Plätze miteinander und schafft eine attraktive Innenstadt für Gewerbetreibende und Kunden? Wie kurbelt man die Einkaufslust in der Innenstadt an oder fördert die Industrieansiedlung in ausgewählten Gebieten? Fragen, mit denen sich ausschließlich Kommunalpolitiker beschäftigen? Nicht ganz.

Über den Tellerrand schauen, Muster erkennen, mit alten Paradigmen brechen und neue Perspektiven zulassen – dies sind kritische Faktoren für eine erfolgreiche Transformation. Am 02. und 03. Februar 2017 haben sich knapp 100 Führungskräfte aus zahlreichen Branchen getroffen, um genau diese Fragestellungen zu diskutieren und einen Blick auf die Transformationsthemen der Stadt Offenbach am Main zu werfen.

Unter dem Motto „Vom Wunsch zur Wirklichkeit – Leading the transformation“ hat UMS zum diesjährigen Summit eingeladen. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in das Thema bildet der Vortrag von Dr. Oliver Picht, Vorsitzender des Vorstands von Outokumpu Nirosta zum Thema „Transformation - Möglichkeiten und Hindernisse in der 4.0 Industrieumgebung“ den inhaltlichen Auftakt der Veranstaltung. Es folgt der Beitrag von Christina Block, Mitglied der Geschäftsleitung & Head of People Development bei Energy Factory St. Gallen zur Rolle von Führungskräften & Erfolgsfaktoren in Veränderungsprozessen. In beiden Vorträgen wird deutlich, welche Herausforderungen Führungskräfte in einer Transformation meistern müssen und wie das geschehen kann.

Beim gemeinsamen Abendessen haben unsere Gäste die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen, neue Kontakte zu knüpfen und interessante Gespräche zu führen.

Danach folgt der inhaltliche Abschluss des Abends. Dr. Marc Beise, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung befragt die Herren Horst Schneider, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach am Main und Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Infraserv auf fachliche und zugleich humorvolle Art und Weise zu deren Berührungspunkten und Erfahrungen mit dem Thema Transformation. So unterschiedlich die Perspektiven der Diskussionsteilnehmer auf den ersten Blick auch scheinen – es gibt erstaunlich viele gemeinsame Herausforderungen, denen der Kommunalpolitiker und der Industrieparkbetreiber gleichermaßen begegnen.

Der Einladung des Oberbürgermeisters folgend treffen wir uns am zweiten Veranstaltungstag direkt in der Stadt des Gastgebers, Offenbach am Main. Nach einer Einführung in die zu bearbeitenden Fragestellungen folgt eine Stadtrundfahrt und -begehung. Inspiriert durch die so gewonnenen Eindrücke bearbeiten wir in vier, von hochrangigen Vertretern der Stadt begleiteten Teams jeweils ein Transformationsthema der Stadt:

  • Verbindung Marktplatz und Wilhelmsplatz - Schaffung einer attraktiven Innenstadt: Wie kann ein mehrheitsfähiger Konsens bzw. eine Win Win-Situation bei diesem Vorhaben geschaffen werden?
  • Einkaufen in Offenbach – Kunden aus dem Umland zum Shopping nach Offenbach bringen: Wie können sich alle Akteure trotz zunächst unterschiedlicher Interessen ein gemeinsames Ziel und Vorgehen vereinbaren?
  • Offenbacher Osten – Industrieansiedlung im Quartier 4.0: Wie kann die Umsetzung des bereits beschlossenen Projekts beschleunigt und den wartenden Interessenten Planungssicherheit gegeben werden?
  • Stadtmarketing-Gesellschaft – Zentralisierung mit konstruktiver Unterstützung aller: Wie lassen sich Individual- und Kollektivinteressen verknüpfen, so dass alle von einer Bündelung der Aktivitäten profitieren?

Eine wichtige Erkenntnis in allen Workshops: Fast alle Teilnehmer können von vergleichbaren Fragestellungen aus ihrem Alltag und den jeweiligen Lösungsansätzen und Erfahrungen berichten.

Oberbürgermeister Schneider hört sich die Ergebnisse der Workshoparbeit begeistert an und gibt direkt Feedback. Selbstverständlich ist nicht alles neu, aber der ein oder andere Punkt verspricht echten Mehrwert.

Als besonders inspirierend haben unsere Kunden auch in diesem Jahr den branchenübergreifenden Austausch und das Arbeiten in interdisziplinären Teams empfunden. „Je gemischter das Team, desto besser die Ideen“ lautet eine der Erkenntnisse. Auch die strukturierte Herangehensweise an die Fragestellung innerhalb der Workshops stieß auf Begeisterung.

„Eine tolle Veranstaltung, die den berühmten Blick über den Tellerrand hinaus gewährleistet und viele Ansatzpunkte für die Umsetzung im eigenen Unternehmen bietet. Spannend ist der Austausch mit Menschen aus anderen Organisationen und Bereichen. Man merkt schnell, dass Transformation bei allen Kollegen ein Top-Thema ist.“
Benjamin Schröder, Bereichsleiter Beschwerde-, Qualitätsmanagement, operative Steuerung, HALLESCHE Krankenversicherung a. G.

„Für mich war es das erste Summit an dem ich teilgenommen habe und es hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich komme aus der Finanzdienstleistungsbranche, im Summit haben wir uns mit Problemstellungen aus dem Bereich der Kommunalpolitik beschäftigt. Und obwohl die Themen inhaltlich natürlich andere sind, hat es mir verdeutlicht, dass Transformation auch hier im Kopf anfängt. Diese Erkenntnis bestärkt mich in meinem Bestreben, in meiner eigenen Organisation gerade bei den Führungskräften mehr Verständnis für Veränderung zu schaffen.“
Rüdiger Fabry, Konzern-Entwicklung, R+V VERSICHERUNG AG

Im Anschluss an die Workshoparbeit bringt Prof. Dr. phil. habil. Christian T. Haas, Professor für quantitative Forschungsmethoden und Direktor des Instituts für komplexe Gesundheitsforschung der Hochschule Fresenius eine weitere Perspektive auf das Thema Transformation ins Gespräch und bildet mit seiner neurobiologischen Betrachtung transformationaler Prozesse den inhaltlichen, höchst inspirierenden Abschluss der Veranstaltung.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Herrn OB Schneider für seine Gastfreundschaft und die Einblicke, die er uns im Rahmen des Summits in seinen Verantwortungsbereich gegeben hat. Ein herzliches Dankeschön auch an alle Referenten, an die Vertreter der Stadt Offenbach und nicht zuletzt an unsere Gäste, deren Erfahrungsberichte und deren Begeisterung den Summit Jahr für Jahr zu einer ganz besonderen Veranstaltung werden lassen.